Förderschwerpunkte

Die Deutsche Diabetes Stiftung fördert modellhafte Forschungsprojekte mit dem Ziel, Ursachen des Diabetes zu erforschen, die Prävention von Diabetes (insbesondere des Typ-2-Diabetes) aktiv anzugehen und das Leben von Menschen mit Diabetes zu erleichtern und zu verbessern. 

Forschungsförderung durch die DDS - diese Möglichkeiten gibt es

Gefördert werden medizinisch-wissenschaftliche Forschungsprojekte aus der Grundlagenforschung, der klinischen Forschung sowie der Versorgungsforschung. Die Förderschwerpunkte liegen auf Prävention und Versorgung des Typ-2-Diabetes.

Des Weiteren fördert die Stiftung sozial-medizinische Pilotprojekte mit modellhaftem Charakter und/oder innovativen Lösungsansätzen. Das können Vorhaben zur Prävention oder Versorgungs-Optimierung sein wie z.B.: neue Schulungsansätze, innovative Ernährungsprogramme, Unterstützung und Hilfe für bestimmte Zielgruppen (z.B. Kinder, Migranten, Senioren).

Wenn Sie an einer Forschungsförderung durch die Deutsche Diabetes Stiftung interessiert sind, finden Sie hier Informationen für Antragssteller.

Aktuell laufende Förderprojekte:

Projektträger:
Dr. rer. nat. Florian Haupt
Institut für Diabetesforschung
Helmholtz Zentrum München, Deutsches Zentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH

 

Projektträger:
Dr. Christian Brinkmann
Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin
Abteilung für Molekulare und Zelluläre Sportmedizin

Projektträger:
Dipl. troph. Maria Schindler
Institut für Anatomie und Zellbiologie
Medizinsche Fakultät
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Projektträger:
André Kleinridders, PhD
Zentrale Regulation des Stoffwechsels
Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE)

Projektträger:
Dr. rer. nat. Louise Fritsche
Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen
Abteilung I, Prävention und Therapie des Typ 2 Diabetes
 

Projektträger:
Dipl. troph. Anne Kunath
Deutsches Zentrum für Diabetesforschung Leipzig

PD Dr. Nora Klöting
IFB AdipositasErkrankungen
Core Unit „Modelltiere“
Leipzig

Projektträger:
Dr. Ina Danquah
Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Abteilung Molekualre Epidemiologie

Projektträger:
Dr. Dominik Pesta
Institute for Clinical Diabetology
German Diabetes Center Düsseldorf
 

Projektträger:
Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Simone Baltrusch
Institut für Medizinische Biochemie und Molekularbiologie
Rostock

Projektträger:
Laura Stirm, Prof. Dr. rer. nat. Harald Staiger
Institute for Diabetes Research and Metabolic Diseases
of the Helmholtz Center Munich at the University of Tübingen

Corinna Tigges, M.Sc.
Westfälische Wilhelms-Universität
Medizinische Fakultät

Prof. Dr. Heike Englert
Fachhochschule Münster
Fachbereich Oecotrophologie

Erfolgreich abgeschlossene Förderprojekte:

Gefäßmuskelzellen umschließen im gesunden Zustand die arteriellen Gefäße im Körper. Bei Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes Mellitus Typ 2 und dem metabolischen Syndrom werden entzündliche Stoffe aus dem Fettgewebe freigesetzt (grüne Punkte). Diese verursachen eine Vermehrung und Einwanderung der Gefäßmuskelzellen in die Gefäßwand. Dies trägt zur Entstehung einer Gefäßverkalkung bei. ARNO ist ein Protein, das für die Zellbewegung wichtig ist. Ob ARNO auch zur Einwanderung von Gefäßmuskelzellen in die Gefäßwand beiträgt und somit die Entwicklung von Gefäßverkalkung fördert, ist jedoch noch nicht bekannt. In diesem Projekt soll daher untersucht werden, ob eine Inaktivierung von ARNO die Bewegung von Gefäßmuskelzellen unterdrückt und somit den Prozess der Gefäßverkalkung verhindert.

Projektträger:
Dr. rer. nat. Hanna Mannell
Institut für Kardiovaskuläre Physiologie und Pathophysiologie im Walter Brendel Zentrum für experimentelle Medizin der LMU München

Untersucht werden soll, ob  COMP-Ang-1 auch über eine Verbesserung der peripheren Insulinsensitivitä€t, über eine Verbesserung der adaptiven Insulinsekretion oder über eine periphere Umverteilung der Glukose wirkt. Weiterhin soll im Rahmen dieses Projektes geklä€rt werden, ob eine langfristige COMP-Ang-1-Applikation die physiologischen Funktionen des Pankreas, der Leber, des Fettgewebes beeinflussen.

Projektträger:
Dr. rer. nat. Joanna Kosacka
PD Dr. rer. med. Nora Kl‚ting
Universitä€t Leipzig
Klinik und Poliklinik für Endokrinologie und Nephrologie

Kern des Forschungsprojekts ist die Entwicklung und Evaluation eines Fragebogens, der eine wichtige Lücke in der Diabetestherapie schließen wird: die Identifikation und diagnostische Beurteilung von Problemen der Krankheitsakzeptanz bei Diabetes.
Derzeit existiert kein befriedigendes Instrument zur Erfassung dieser gravierenden psychologischen Problematik. Durch die bessere Identifizierbarkeit anhand des Fragebogens soll 1.) ein Instrument zur Identifizierung und Beurteilung von Personen der Hochrisikogruppe mit Problemen der Krankheitsakzeptanz zur Verfügung gestellt werden, was eine Voraussetzung für die bessere Versorgung von Menschen mit Diabetes und Diabetesakzeptanzproblemen ist und 2.) eine Grundlage für die Vertiefung derzeitiger Forschungsbemühungen in diesem wichtigen Feld geschaffen werden.

Projektträger:
Dr. phil. Andreas Schmitt
Diabetes Zentrum Mergentheim (DZM)
Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) e. V.

Offenbar könnte neben möglichen genetischen und Lebensstil-Faktoren auch eine zusätzliche Belastung mit Umwelt- und Nahrungsmittelkontaminaten wie das DEHP (sog.Weichmacher z.B. im Plastik) zur Adipositas-Epidemie beigetragen haben. In diesem Projekt soll speziell die Frage untersucht werden, ob DEHP bereits im Mutterleib (pränatal) durch Beeinflussung der frühen Fettzell-Entstehung die Veranlagung für Adipositas beim Neugeborenen fördern könnte. Denn es ist bekannt, dass Weichmacher wie DEHP über die Plazenta von der Mutter auf das Kind übertragen werden können.

Projektträger:
Dr. rer. nat. Kristina Schädlich
Martin-Luther-Universität Halle
Institut für Anatomie und Zellbiologie

Hypoglykämien (Unterzuckerung des Blutes) sind die häufigsten Nebenwirkungen der antihyperglykämischen Therapie. Jährlich kommen neue antihyperglykämische Medikamente auf den Markt, welche neben einer Verbesserung der glykämischen Kontrolle vor allem weniger Hypoglykämien hervorrufen sollen. Die folgende Analyse soll zunächst die Inzidenz von schweren Hypoglykämien bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 in den Beobachtungszeiträumen 2006 und 2011 erfassen, um zu sehen, wie sich diese entwickelt hat. Menschen mit und ohne schwere Hypoglykämien sollen charakterisiert und verglichen werden, um potentielle Risikofaktoren aufzudecken. Des Weiteren soll eine konkrete Analyse unter Berücksichtigung der verordneten Medikation erfolgen, um die Medikamente mit dem größten Hypoglykämierisiko zu identifizieren.

Projektträger:
Dr. Nicolle Müller
Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin III; FB Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen

 

Projektträger:

Prof. Dr. med. Dr. P.H. Andrea Icks MBA
German Diabetes Centre Düsseldorf
Institute of Biometrics and Epidemiology
 

Typ-2-Diabetes, eine der wichtigsten Volkskrankheiten unserer Zeit, ist u.a. gekennzeichnet durch eine ausgeprägte Insulinresistenz. Eine neu entdeckte Gruppe von Fettsäuren, die FAHFAs (fatty acid esters of hydroxy fatty acids), scheint für die Sensitivität gegenüber Insulin eine wichtige Rolle zu spielen.So korreliert der Gehalt von FAHFAs im Serum von Mäusen und Menschen mit der Insulinsensitivität. Außerdem zeigten diese Fettsäuren in bisherigen Studien in Zellkultur und im Tiermodell ausgeprägte anti-diabetische und anti-inflammatorische Effekte, die sie als einen möglichen Ansatzpunkt für therapeutische Interventionen bei Insulinresistenz erscheinen lassen (Yore et al., 2014). Im beantragten Projekt soll der Einfluss von Hydroxyfettsäuren und FAHFAs auf den Adipozytenmetabolismus untersucht werden.

Projektträger:
M.Sc. Teresa Kellerer
PD Dr. med. Thomas Skurk
Technische Universität München
Lehrstuhl für Ernährungsmedizin

Projektträger:
Dr. rer. nat. Kerstin Krause
Universitätsklinikum Leipzig
Department für Innere Medizin und Dermatologie
Klinik für Endokrinologie und Nephrologie