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Diabetes erkennen und gesund bleiben


Messaktion bei VW: Immerhin 781 Blutzuckerschnelltests wurden durchgeführt. 33 davon waren auffällig.
Messaktion bei VW: Immerhin 781 Blutzuckerschnelltests wurden durchgeführt. 33 davon waren auffällig.

Diabetes-Aufklärungsaktion bei Volkswagen

Die hohen direkten und indirekten Kosten der Diabetes-Epidemie entstehen nicht zuletzt durch Fehlzeiten der Betroffenen an ihrem Arbeitsplatz.
Das Team des Gesundheitswesens bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover hat deshalb den diesjährigen Weltdiabetestag zum Anlass genommen, die Belegschaft über Diabetes aufzuklären und helfen, der Krankheit auf diese Weise vorzubeugen. In Zusammenarbeit mit der BKK FTE, dem Ethno-Medizinischen Zentrum Hannover, Bayer HealthCare und der Deutschen Diabetes-Stiftung, die die Aktion initiierte, fand in der Woche rund um den Weltdiabetestag am 14. November eine Präventionsmaßnahme an Standorten im Werk Hannover statt.

Ziele der Maßnahme waren – im Sinne der Primärprävention – die Mitarbeiter zu informieren, welche Faktoren die Entwicklung einer Diabetes-Erkrankung verhindern oder begünstigen können und im Sinne der Sekundärprävention eine mögliche Erkrankung frühzeitig zu erkennen und den Betroffenen Hilfestellungen anzubieten. Das Ethno-Medizinische Zentrum Hannover, unter der Leitung von Ramazan Salman, stellte viele freiwillige Helfer. Die sogenannten MiMi (Migranten für Migranten) wurden vom Diabetologen Dr. Klas Mildenstein ausführlich geschult, so dass sie die Blutzucker-Testungen an den VW-Mitarbeitern professionell durchführen, Ergebnisse kritisch beurteilen und erste Informationen geben konnten. Viele Mitarbeiter bei VW sind selbst Migranten und so konnten die MiMi auch bei Sprachbarrieren schnell Abhilfe schaffen. Egal ob Russisch, Türkisch, Spanisch oder andere Sprachen: sowohl persönlich als auch durch zahlreiche Informationsbroschüren zeigten sich die "Mimis" sehr vielseitig. Den Risiko-Fragebogen FINDRISK der Deutschen Diabetes-Stiftung hatten sie bereits im Vorfeld ins Türkische, Italienische, Spanische, Russische und Griechische übersetzt und zusammen mit der deutschen Fragebogen-Version an den Ausgängen des Werkes verteilt.

Die Aktion fand immer in einem Schulungsraum inmitten der Produktion statt, sodass die Wege für die Mitarbeiter relativ kurz waren. Plakate und Informationstafeln luden die Belegschaft zusätzlich zu einem Besuch ein. Zeitlich waren die Messungen so geplant, dass sowohl die Kollegen der Früh- als auch der Spätschicht die Gelegenheit zur Teilnahme wahrnehmen konnten. Neben den FINDRISK-Bögen wurden den Mitarbeitern zahlreiche Informationsmaterialien rund um die Themen Diabetes, Ernährung und Raucherentwöhnung angeboten. Diesen kleinen "Marktplatz" ergänzten Mitarbeiter der BKK FTE.

In den Abteilungen Karosseriebau, Gießerei, Lackiererei, Montage und Presswerk wurden insgesamt 781 Blutzuckerschnelltests durchgeführt, bei 33 Testungen zeigten sich Auffälligkeiten. Das Team des Gesundheitswesens konnte mit den betroffenen Mitarbeitern direkt vor Ort das weitere Vorgehen besprechen.

Pressekontakt:
Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS)
Tel: 089 / 579 579 – 10
info@ich-will-keinen-spamdiabetesstiftung.de


Neue Website für Menschen mit Diabetes


Eine Initiative der
Schweizerischen Diabetes-Stiftung und der Deutschen Diabetes-Stiftung

(München / DDS) Seriös und verständlich aufbereitete Informationen zum Diabetes mellitus sowie ein interaktiver 60-Tage-Kurs für Typ 2 Diabetiker stehen im Mittelpunkt der aktuell unter dem Motto "Gemeinsam gegen Diabetes" gelaunchten Website. Der Internetauftritt www.diabetesstiftung.org ist eine gemeinsame Initiative der Schweizerischen Diabetes-Stiftung (SDS) und der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS).

"Unser Ziel ist es, die Betroffenen der Volkskrankheit Diabetes mellitus Typ 2 länderübergreifend über die Krankheit zu informieren und vor allem zu einem besseren Leben trotz Diabetes zu motivieren", so der Vorstandsbeauftragte der DDS, Reinhart Hoffmann. "Uns ist es gelungen aus der Fülle der Informationen, die es zweifellos zum Thema Diabetes gibt, ein breites und verständlich aufbereitetes Spektrum auf der Website abzubilden", so Hoffmann. Wesentliche inhaltliche Bestandteile sind patientengerechte Informationen zur Definition und Behandlung des Diabetes, zu körperlicher Aktivität sowie zu diabetesgerechter Ernährung. Tipps und Hilfen wie etwa kostenlose Downloads von Formularen, Tabellen, Diagrammen und Broschüren sowie die Darstellung drohender Folgeerkrankungen runden das Informationsangebot ab.

Wie man durch eine Änderung des Lebensstils seinen Diabetes mittels Eigeninitiative in den Griff bekommen kann, ist durch die Teilnahme am interaktiven 60-Tage-Programm sofort erlebbar. „Unser 60-Tage-Programm bietet Diabetikern die Chance, in zwei Monaten Schritt für Schritt "Ihren Zucker zu zähmen", verspricht Hans Lauber, Publizist und Beirat der Deutschen Diabetes-Stiftung. Die Teilnehmer können das 60-Tage-Programm für Typ 2 Diabetiker kostenlos nutzen, indem sie täglich im Kalendermenü den jeweiligen Programmtag selber auswählen. Alternativ kann man sich aber auch bequem jeden Morgen per Email an die Teilnahme erinnern und über einen Link zum jeweiligen Tagesprogramm führen lassen.

 

Download:
Pressemitteilung (PDF-Datei)
Logo, Banner, Screenshots (Weblink)

 

Pressekontakt:
Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS)
Tel: 089 / 579 579 – 12
info@ich-will-keinen-spamdiabetesstiftung.de


In Deutschland hat die Prävention politisch keine Chance


Neue Initiative setzt auf Maßnahmen zur Vorsorge und Gesundheitsförderung

München (pts/28.10.2008/12:30) - Die deutsche Sprache ist in vielen Dingen unmissverständlich. Ein Gesundheitsministerium ist ein Ministerium für Gesundheit. Ein Gesundheits-Fonds ist ein Fonds, der zur Förderung und Aufrechterhaltung der Gesundheit die entsprechenden Mittel bereitstellt. Gesundheitsreformen sind Maßnahmen, die die Gesundheit in der Bevölkerung weiter optimieren sollen.

 

Die Realität im Deutschland des Jahres 2008 ist ganz anders, eine irreführende. Das Gesundheitsministerium ist ein Krankheitsministerium. Es beschäftigt sich primär damit, wie die Behandlung kranker Menschen finanzierbar bleibt. Der Gesundheits-Fonds ist ein Krankheits-Fonds, der aber zumindest ein gesundes Maß an demokratischer Diskussion ausgelöst hat. Und die so genannten Gesundheitsreformen waren bisher kaum mehr als Kosten-Umverteilungen, um die Behandlung kranker Bundesbürger zu finanzieren.

Die Prävention zur Gesunderhaltung ist dagegen auch 2008 politisch noch nicht gesellschaftsfähig. Das Präventionsgesetz zur Stärkung der Vorsorge und Gesundheitsförderung, seit Jahren in Politik wie auch maßgeblichen Gesundheitskreisen heftig diskutiert, wurde erneut und auf unbestimmte Zeit verschoben. So bleibt es wohl weiterhin dabei, dass allein die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) den vorgegebenen Betrag für "Engagement in der Prävention und Gesundheitsförderung" von Euro 2,74 pro Jahr und Versichertem (SGB V, § 20) ausgeben werden. Das sind zirka 0,2 % der GKV-Gesamtausgaben - völlig unzulänglich für eine wirksame, breit angelegte Gesundheits-Vorsorge.

Dem gegenüber steht eine dramatische, pandemische Ausbreitung chronischer Stoffwechsel- und Gefäßkrankheiten, allgemein unter dem Begriff "Metabolisch-vaskuläres Syndrom" zusammengefasst: Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechsel-Störung, Typ 2 Diabetes - auch als "tödliches Quartett" bezeichnet. Seriöse Hochrechnungen zeigen, dass jeder Zweite im Jahr 2000 geborene Bundesbürger an einem Diabetes mellitus erkranken und aufgrund der Komplikationen vor seinen Eltern sterben wird. Nur eine vernünftige Trendwende des persönlichen Verhaltens, d.h. eine Abkehr von einem ungesunden Lebensstil, kann unsere Gesundheit entscheidend positiv beeinflussen. Das bedeutet vor allem: Mehr Bewegung, eine sinnvolle reduzierte Ernährung, möglichst weniger Stresssituationen in Beruf und Alltag.

Unter Experten ist unbestritten, dass gesundheitliche Prävention kommen muss und kommen wird. Die Frage der Bezahlbarkeit wird dabei schnell in den Hintergrund treten, denn die Kosten der Kuration (also der Behandlung von Krankheiten) - allein für den Problemkomplex Metabolisch-vaskuläres Syndrom - werden in dramatische und auch volkswirtschaftlich unverträgliche Größenordnungen entgleiten. Allein für Diabetes (mit allen Folgen) betragen die Gesamtkosten in Deutschland derzeit etwa 60 Milliarden Euro.

Eine echte Gesundheitspolitik, die den Namen auch wirklich verdient, muss politisch ganz oben angesiedelt werden. Sie sollte Chefsache sein und gehört somit ins Kanzleramt. Das "Gesundheitswesen" muss radikal umgestaltet werden und - Prävention und Gesundheitsförderung eingeschlossen - als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen werden. Damit sind gesundheitspolitisch, neben dem "zuständigen" Ministerium, gleichermaßen die Bildungs-, Arbeits-, Verbraucherschutz-, Familien-, Wirtschafts-, Verkehrs-, Umwelt-, Entwicklungs- und Forschungsressorts gefragt, die an einem Strang ziehen müssen.

"Prävention ist die einzige Möglichkeit, um die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten und die Finanzierung des Gesundheitswesens nachhaltig zu sichern", heißt es in der neuen Broschüre "Prävention vor Kuration. Gesundheit 2010 - unsere Chance", herausgegeben von der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) mit dem Nationalen Aktionsforum Diabetes mellitus (NAFDM) und der Arbeitsgemeinschaft Prävention des Diabetes mellitus Typ 2 der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG). Die 52seitige Broschüre (ISBN 978-3-87490-811-5) kann für 7,50 € ab sofort im Buchhandel bestellt werden.

Die Autoren von "Prävention vor Kuration" plädieren für eine rasche, radikale Änderung des Gesundheitssystems und zeigen auf, wie eine nachhaltige Gesundheitsförderung aussehen könnte: Welche Struktur notwendig ist, um gesundes Leben für alle erlebbar zu machen - auf lokaler, regionaler und bundespolitischer Ebene. Wie und mit welchen Maßnahmen die Bevölkerung für ein gesundheitsbewussteres Leben sensibilisiert werden kann. Wie Krankheitsrisiken früh erkannt und damit Folgen verhindert oder gemindert werden können. Sie zeigen aber auch auf, dass die Etablierung eines nationalen Präventions-Programms ein langfristiger Plan ist, dessen Umsetzung 5 bis 10 Jahre beanspruchen wird und Investitionen (in die Gesundheitswirtschaft) erfordert.
Die vergangenen 50 Jahre haben gezeigt, dass mit reiner Aufklärung und Beratung über Ernährungs- und Bewegungsverhalten keine nachhaltigen Erfolge erzielt wurden.

Erste Modellprojekte sollen nun belegen, wie mit einem qualifizierten, strukturierten und zertifizierten Gesundheitsmanagement Fortschritte zu erzielen sind. Wie Menschen ihre bisherige Lebensweise in eine gesündere überführen können; eingedenk der neurowissenschaftlichen Erkenntnis, dass es rund sechs Wochen dauert, bis sich aus einem ersten Vorsatz eine zuverlässige Gewohnheit etablieren kann. Zum Beispiel die zu mehr Freude am Leben durch regelmäßige Bewegung bei einer ausgewogenen Ernährung.

Die Broschüre ist der erste Schritt in die Öffentlichkeit für die Forderung von machbarer Prävention gegen zivilisationsbedingte chronische Krankheiten.
Perspektivisch ist geplant, unter dem Dach der - unabhängigen und neutralen Diabetestiftung - ein Koordinierungszentrum für die erfolgreiche Umsetzung mit Evaluierung geeigneter Präventionsvorhaben anzusiedeln und allen Interessenten anzubieten. Die geplanten Maßnahmen sollen dazu beitragen, diesen Prozess schnell in Gang zu bringen, bevor das Gesundheitswesen ein ähnliches Schicksal erleiden wird, wie wir es jetzt in der Finanzbranche erleben müssen.

Weitere Informationen (wie auch die Broschüre "Kuration vor Prävention) erhalten Journalisten direkt bei der

Deutschen Diabetes-Stiftung
Staffelseestraße 6
681477 München

Reinhart Hoffmann
Deutsche Diabetes-Stiftung
Tel. 089-579 579 11
Fax 089-579 579 19
Email: reinhart.hoffmann@ich-will-keinen-spamdiabetesstiftung.de


Großer DiabetesMARKT in München


Experten informieren über die Vorbeugung und Behandlung von Diabetes


DiabetesMARKT der Deutschen Diabetes-Stiftung

München (17.04.08)

Samstag, den 3. Mai 2008, findet der 17. DiabetesMARKT der Deutschen Diabetes-Stiftung unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude auf dem Odeonsplatz in München statt.

Auf der Veranstaltung, die jedes Jahr über 10.000 Besucher anlockt, stehen Diabetes-Experten aus ganz Deutschland an rund 30 Ständen für Interessierte und Betroffene als Ansprechpartner bereit. Die Besucher können sich über sinnvolle Präventions-Maßnahmen, vielfältige Diagnostikverfahren und moderne Therapiemodelle informieren. Außerdem werden zahlreiche kostenlose Gesundheitstests und fremdsprachige Diabetes-Beratung angeboten.

 

Ziel der Veranstaltung ist die Aufklärung der Bevölkerung über die Risiken und die Vorbeugung von Diabetes. Mithilfe verschiedener kostenloser Gesundheitstests, wie der Kontrolle des Körperfetts, des Blutzuckers und der Blutfettwerte kann der eigene Gesundheitszustand analysiert und das persönliche Diabetes-Risiko abgeschätzt werden. Für Interessierte finden mehrmals Nordic Walking-Touren unter professioneller Anleitung statt. Kinder können neben zahlreichen Bewegungs- und Geschicklichkeitsspielen lernen, wie man Butter herstellt und bekommen Tipps für ein gesundes Frühstück.

 

Auf Podiumsdiskussionen, moderiert von der ehemaligen Schauspielerin und Ärztin Dr. Marianne Koch, berichten Experten über aktuelle Entwicklungen im Bereich Diabetes und möglicher Prävention. Prominente Unterstützung erhalten sie dabei von Fernsehmoderator Karl Moik, der seinen Typ 2 Diabetes erst vor einigen Jahren durch einen Herzinfarkt entdeckte.

 

Erstmalig wird der DiabetesMARKT im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) durchgeführt, als gemeinsame Veranstaltung von DDG, der Deutschen Diabetes-Stiftung, dem Deutschen Diabetiker Bund und der Landeshauptstadt München.

 

 

Termin:

Samstag, 3. Mai 2008, 10 – 17 Uhr

Odeonsplatz München

13 Uhr – Begrüßung durch Oberbürgermeister Christian Ude

 

Pressekonferenz:

Donnerstag, 24. April 2008

11 Uhr

Rathaus der Stadt München (Grütznerstube)

 

Weitere Informationen finden Sie hier.



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