Die Tat der Stifter

Geburtsstunde der Deutschen Diabetes-Stiftung

Die Deutsche Diabetes-Stiftung - Stiftung zur Bekämpfung der Zuckerkrankheit - wurde 1985 von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und dem Deutschen Diabetiker Bund (DDB) gegründet. In enger Übereinstimmung verfolgen die gewählten Kuratoriums-Mitglieder aus beiden Organisationen gemeinsame Ziele. Dabei geht es um die Bekämpfung, die Überwindung oder generell um "ein besseres Leben mit Diabetes".

Gründungsmitglieder der Deutschen Diabetes-Stiftung; vlnr.: Prof. B. Willms, Prof. P. Petrides (gest.), Prof. K. Jahnke (gest.), Leonore Kusch, Karl-Heinz Achenbach (gest.), Prof. J. Beyer, Onno Blumhoff, Anita Storch (gest.) sowie Prof. Peter Dieterle.
vlnr.: Prof. B. Willms, Prof. P. Petrides †, Prof. K. Jahnke †, Leonore Kusch, Karl-Heinz Achenbach †, Prof. J. Beyer, Onno Blumhoff, Anita Storch † sowie Prof. Peter Dieterle.

Ein Viertel Jahrhundert DDS

25 Jahre Deutsche Diabetes-Stiftung

DiabetesStiftung DDS:
Für die Menschen. Gegen Diabetes.

 

25 Jahre Deutsche Diabetes-Stiftung – ein Grund zum Feiern? Nach unserer Auffassung nicht, denn Diabetes (Typ 2) ist ein immer noch wachsendes Problem. Jüngste epidemiologische Studien haben gezeigt, dass auf jeden bekannten erkrankten Menschen mit Diabetes ein weiterer kommt, der von seiner Erkrankung nichts weiß. Also gibt es keinen Grund zum Feiern, vielmehr müssen wir die Anstrengungen gegen die Pandemie Diabetes weiter verstärken.

Jüngste Veröffentlichungen von Vorständen wesentlicher Kostenträger, die von einer dramatischen Entwicklung nichts wissen wollen, sind unverständlich. Ebenso die von Vertretern des Ärztestandes, die unterstellen, mit der Bewusstmachung des Risikos würden die Menschen krank geredet ... und von Journalisten, die obendrein den (zu) Dicken unter uns eine gute Gesundheit und langes Leben prognostizieren. Die Realität indes ist eine andere, denn unter uns sind, immer jünger beginnend, viel zu viele Übergewichtige und Fettleibige mit Stoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Daraus entwickeln sich immer mehr Diabetiker – täglich kommen allein in Deutschland fast 1.000 neue hinzu und, die Dunkelziffer eingeschlossen, müssen wir von weit mehr als 10 Millionen Betroffenen ausgehen.

Schauen wir in die Alteneinrichtungen, dann sehen wir eine ständig steigende Quote von Diabetikern „im Alter“ – dank moderner Medizin lange lebend, aber mit oft wenig lebenswerten Folgeerkrankungen. Deshalb ist es unsere Aufgabe und bleibt – leider in weiter Ferne liegend – das Ziel der Stiftung DDS „die Bekämpfung der Zuckerkrankheit“, wie der Untertitel dies ausweist.

Trotzdem sind 25 Jahre ein guter Grund, auf einige wesentliche Erfolge dieser Arbeit der Stiftungen in der DDS zurück zu schauen und gleichzeitig einen Blick nach vorn zu richten – perspektivisch in geplante Vorhaben und notwendige Maßnahmen. Zuvor gestatten Sie uns, dem Team in der Geschäftsstelle, allerdings ein DANKESCHÖN an ALLE, die in den vergangenen 25 Jahren dazu beigetragen haben:

Die Stifter und Gründer der DDS – verantwortliche Führungspersonen der Selbsthilfe-Organisation Deutscher Diabetiker Bund (DDB) – besonders hervorzuheben die unermüdlich dafür kämpfende Anita Storch † (Ehrenmitglied der DDS) und der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG – insbesondere auch Prof. Karl Jahnke †, erster und langjähriger Vorsitzender der Stiftung).

Alle bisherigen und aktiven, ehrenamtlichen Kuratoren der DiabetesStiftung DDS (und hier besonders die langjährigen Vorstände, Prof. Dieter Grüneklee und Prof. Peter Dieterle, beide Ehrenmitglieder der DDS und Autoren im REPORT) sowie die Beiräte aus vielen unterschiedlichen Disziplinen (exem plarisch für alle, weil besonders aktiv: Donald P.T. Mc Loughlin, Koordinator der Kooperation zwischen den Stiftungen).

Forschungs-Förderung in Millionenhöhe
Im Laufe der 25 Jahre konnten über 100 Projektanträge mit über 2,5 Millionen Euro durch die DDS gefördert werden. Hinzu kommt die Förderung von Grundlagen-Forschung zum Diabetes Typ 1 der Stiftung „Das Zuckerkranke Kind“ in der DDS sowie die Forschungspreise der Stiftung „Der Herzkranke Diabetiker“ in der DDS.

DiabetesMARKT und MedienPREIS
Zwei bedeutende nachhaltige Vorhaben der DDS mit Tradition und Perspektive. Der DiabetesMARKT wurde bis dato 20-mal mit einer ¼ Million Besucher veranstaltet. Der 5-mal ausgeschriebene Medien PREIS hatte bisher 35 Preisträger aller Mediengattungen und eine Verbreitung der Beiträge an viele Millionen Hörer, Seher, Leser.

Diabetes im Alter
Eine Initiative der DDS, die viele Experten der Fachgesellschaften motiviert hat, dieses Thema in Angriff zu nehmen. Daraus entstand die Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Geriatrie der DDG – mit wesentlichen Projekten: SGS – Strukturierte Geriatrische Schulung, FoDiAl – Fortbildung Diabetes in der Altenpflege und eine in Europa viel beachtete Leitlinie.

Aufklärungs-Kampagne
Ein großer Begriff – Kampagne. Die DDS hat 2000 die Weichen dafür gestellt und – mit Hilfe großzügiger Förderer – mit den „Zuckerkreuz“-Motiven für Furore gesorgt. Mit vielen probono-Anzeigen und gesponserten Plakaten wurde eine Reichweite in der Bevölkerung im 3-stelligen Millionenbereich erreicht (und die DDS schaffte sich damit einen überdurchschnittlichen Bekanntheitsgrad).

Prävention vor Kuration
Das Faktenbuch mit diesem Titel war der erste Schritt in der Fokussierung der DDS – mit 24 Autoren aller essenziellen Fachrichtungen. Entgegen aktuell verbreiteter Auffassung von Kassen-Oberen, das Problem Diabetes werde überzeichnet und der Meinung von Journalisten, dicke Menschen sollten sich ihre Gemütlichkeit nicht durch nachweisliche Risiken nehmen lassen, forciert die Stiftung die Bemühungen für machbare nachhaltige Lebensstil-Intervention – vs. den „Reparatur-Betrieb“ unseres Krankheitssystems.

Motive der Menschen – Studie zum Lebensstil
Nachdem die bisherige Vorgehensweise zu wünschen übrig lässt, müssen neue Wege (der Botschaft und Kommunikation) gefunden werden, ohne Experimente. Die DDS gab dazu eine Studie bei den Komm.-Wiss.-Experten in Auftrag: „Determinanten physischer Aktivität („Motive zur Lebensstil-Änderung“ für „Menschen mit Risiko“) – Zielgruppenanalyse und Identifikation relevanter Botschaften für eine Awareness-Kampagne.

Vier Websites – differenzierte Zielgruppen
Verschiedene Diabetes-Krankheiten einschließlich des Komplexes Metabolisches Syndrom sowie eine Fülle von dramatischen Folgeerkrankungen und viele unterschiedliche Zielgruppen … das lässt sich in einer Internet-Plattform nur schwerlich stemmen.
Deshalb hat die DDS derer vier – für die Bevölkerung, für Menschen mit Diabetes, Diabetes-Experten und das Qualitätsmanagement in der Prävention (KoQuaP). Hinzu kommen die Websites der Stiftungen in der DDS mit ihren selektiven Themen.

DDS und mehr – fünf Stiftungen
Diabetes sind viele Krankheiten und ein sehr komplexes Gebilde. Aber mit den Risikofaktoren auf dem Weg dorthin bzw. assoziierten Folgeerkrankungen, ergibt dies weitere Themen für viele selektive Zielgruppen. Daraus entstanden die vier Stiftungen unter dem Dach der DDS – mit wesentlichen Zielen, auf Basis wohl definierter Stiftungs-Zwecke.

Die Ziele und detaillierten Aufgaben erfahren Sie unter der Rubrik Aufgaben.

 

Alle weiteren Details entnehmen Sie bitte der Satzung, die hier als PDF-Datei [1 MB] heruntergeladen werden kann.