√úbersicht der Studien zum Download

Gesundheitsbericht_2011.pdf

Gesundheitsbericht Diabetes 2011

2.5 MB

Projekt-Gesundheit-2010-Endfassung-20070218.pdf

Projekt Gesundheit 2010 (Vollst. Fassung)

3.5 MB

DDS_Projekt_Gesundheit_2010_Kurzfassung.pdf

Projekt Gesundheit 2010 (Kurzbericht)

1.7 MB

DDS_Forschungsbericht_SchwertfischKonzept_lang.pdf

Forschungsbericht SchwertfischKonzept "Täglich 500"

1.2 MB

Diabetes_Praevention_bei_DaimlerChrysler.pdf

Diabetes-Prävention bei DaimlerChrysler

833 kB

Versorgungssituation_Diabetes_in_Deutschland.pdf

Versorgungssituation Diabetes - Deutschl.

161 kB

DDS_Positionspapier_2007.pdf

Positionspapier Prävention

65 kB

DDS_Ernaehrunsverhalten_BHC.pdf

Ernährungsverhalten der Deutschen

281 kB

ddu_2003_hauner.pdf

Diabetesepidemie und Dunkelziffer

59 kB

kora_studie_englisch.pdf

KORA-Studie 2000

287 kB

dia_mel_versorgung.pdf

Versorgung des Diabetes mellitus

21 kB

code_2.pdf

CODE-2-Studie

128 kB

ProDiAl_Studie.pdf

ProDiAl-Studie

68 kB

Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2011

Jeder dritte Deutsche ist zu dick. 14 Millionen sind stark √ľbergewichtig. Zw√∂lf Prozent der Gesamtbev√∂lkerung, leiden an Diabetes ‚Äď die meisten an Diabetes Typ 2. Damit hat Deutschland die h√∂chste Rate an Diabetes-Kranken in ganz Europa.

Der aktuelle Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes 2011 legt in seiner Bestandsaufnahme zum Weltdiabetestag am 14. November 2010 Fakten hierzu vor. Der jährliche Bericht beinhaltet die neuesten Zahlen und Entwicklungen zur Erkrankung Diabetes mellitus in Deutschland. Herausgeber ist diabetesDE.

 

Quelle:

DiabetesDE 

Download:

Gesundheitsbericht Diabetes 2011 [PDF-Datei 2,5 MB]


FINDRISK - Ergebnisse der Evaluierung

Auf Initiative der DDS wurde 2005/06 der sogenannte FINDRISK-Risiko-Fragebogen zur Fr√ľherkennung von Diabetes am Klinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden (Studienleitung: Dr. Peter Schwarz) evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der in Finnland entwickelte Fragebogen sich auch in Deutschland sehr gut eignet, um Personen mit hohem Diabetes-Risiko zu identifizieren und die Wahrscheinlichkeit einer manifesten Diabetes-Erkrankung in den n√§chsten zehn Jahren vorherzusagen. Die kompletten Studienergebnisse werden in einigen Wochen ver√∂ffentlicht werden.

 

Quelle: Deutsche Diabetes-Stiftung, REPORT 01/07

 

Download:

Vorbericht - Ergebnisse der FINDRISK-Evaluation [PDF-Datei 53 kB]


Projekt Gesundheit 2010 - Präventionsstrategie Diabetes

Das "Projekt Gesundheit 2010 - Nationales Diabetes Präventions-Programm" - vorgelegt von der Deutschen Diabetes-Stiftung gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Prävention der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und dem Nationalen Aktionsforum Diabetes mellitus entwickelt eine nationale Strategie zur Primärprävention von Typ 2 Diabetes in Deutschland. Hintergrund ist die epidemieartige Ausbreitung dieser Krankheit in den letzten Jahren. Neben Zielen einer nationalen Primärprävention werden notwendige Maßnahmen und organisatorische Voraussetzungen erörtert. Als fundamentale Elemente einer nationales Diabetes-Prävention werden u.a. Interventionsprogramme wie MOBILIS oder das Schwertfisch-Konzept, der FINDRISK-Fragebogen, der Präventionsmanager als individueller Präventionsbetreuer und eine nationale Koordinierungsstelle identifiziert.

 

Quelle: DDS / AG P2 / NAFDM

 

Download:

Projekt Gesundheit 2010 [Kurzbericht: PDF-Datei 1,7 MB]

Projekt Gesundheit 2010 [Vollst√§ndige Fassung: PDF-Datei 3,7 MB]


Forschungsbericht zum SchwertfischKonzept "Täglich 500"

Im vorliegenden Forschungsbericht erl√§utert Prof. Hans Immler die Herstellung des Energie-Gleichgewichts als Strategie zur fr√ľhen Pr√§vention von zivilisationsbedingten Erkrankungen, insbesondere von Metabolischem Syndrom und Typ 2 Diabetes. Im Mittelpunkt steht das Handlungskonzept "T√§glich 500", mit dem eine energetische Lebensanpassung mit 250 kcal an zus√§tzlicher Bewegung und 250 kcal an weniger Input durch ges√ľndere Ern√§hrung erfolgt.

Den Erfolg des Konzeptes hat der Autor im Rahmen einer empirischen Studie mit 40 Probanden nachgewiesen. Alle Teilnehmer erreichten eine t√§gliche Korrektur ihres Energieumsatzes von 300 bis 500 kcal und eine Gewichtsreduktion nach drei Monaten von √ľber 5 Prozent. Die Herstellung des t√§glichen Energiegleichgewichts wird zu einem normalen und ritualisierten Alltagsverhalten ¬Ė im Gegensatz zum di√§tetischen Ausnahmeverhalten.

 

Quelle:

Prof. Hans Immler, Forschungsgruppe Körper und Gesundheit, Universität Kassel

 

Download:

Forschungsbericht SchwertfischKonzept

Kurzversion [PDF-Datei 271kB]

Komplettversion [PDF-Datei 1,2 MB]


Prävention des Typ 2 Diabetes bei DaimlerChrysler

Im November 2004 f√ľhrte der werks√§rztliche Dienst von DaimlerChrysler in Kooperation mit der Betriebskrankenkasse und der Deutschen Diabetes-Stiftung eine bundesweite Aufkl√§rungskampagne in insgesamt 14 Werken durch. Die wissenschaftliche Betreuung hatte Professor Stephan Matthaei vom Diabetes-Zentrum Quakenbr√ľck. Kernst√ľck der Aktion waren kostenlose Messungen des N√ľchtern-Blutzuckers und Erhebung von Risikofaktoren w√§hrend der Arbeitszeit. Zum Begleitprogramm geh√∂rten besondere Ern√§hrungstage in den Kantinen, Vortr√§ge und Bewegungsangebote. Die Studie fasst die Ergebnisse dieses arbeitsmedizinischen Projektes zusammen.

 

Quelle:

Symposium MEDICAL

Interdisziplin√§res Forum f√ľr Fortschritte in Diagnostik und Therapie

 

Download:

Pr√§vention des Typ 2 Diabetes bei DaimlerChrysler [PDF-Datei 834kB]


Versorgungssituation Diabetes mellitus in Deutschland

Am 7. Oktober 2004 wurde in Berlin das Nationale Aktionsforum Diabetes mellitus gegr√ľndet. In diesem Kooperationsverbund finden sich Vertreter aus allen notwendigen Schl√ľsselorganen und -organisationen zusammen. Diese sollen gemeinsam Strategien und Programme zur Verbesserung der Situation im Bereich des Diabetes mellitus entwickeln. In diesem Zusammenhang fand am 17./18.12.04 in Berlin ein Workshop zum Thema Versorgungsstruktur unter Leitung von Prof. Stephan Martin (D√ľsseldorf) und Prof. R√ľdiger Landgraf (M√ľnchen) statt.

Das Vorgehen in diesem Workshop bestand darin, dass in einer ersten Stufe losgel√∂st von bestehenden Versorgungsstrukturen f√ľr die Bereiche der ambulanten Diabetesversorgung, der station√§ren Diabetesversorgung und der Qualit√§tssicherung eine Idealkonstellation entwickelt wurde. Die Ergebnisse wurden in einer Prozessbeschreibung zusammengefasst, auf die in einer zweiten Diskussionsrunde bereits bestehende Programme und Strukturen projeziert wurden. In einer dritten Phase des Workshops wurden Prozessbeschreibung und bestehende Strukturen abgeglichen und der Bedarf einer Optimierung bestehender Programme bzw. die Entwicklung von neuen Ma√ünahmen oder einer Schaffung von neuen Strukturen diskutiert. Die Ergebnisse dieses Workshops wurden im Sonderheft der Deutschen Medizinischen Wochenschrift publiziert, das zur Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft erschienen ist.

In der Arbeit werden eine Vielzahl an Defiziten im Bereich der Diabetesversorgung in Deutschland beschrieben. Diese liegen jedoch nur zu einem Teil in Unzul√§nglichkeiten in den gesetzlich-strukturellen Rahmenbedingungen, zum anderen aber auch in der praktischen Umsetzung der bereits m√∂glichen Ma√ünahmen. Als wesentlich wurde eine multidisziplin√§re und multiprofessionelle Betreuung der Personen mit Diabetes mellitus gesehen. Im Anbetracht der gro√üen medizinischen, aber auch gesundheits√∂konomischen Sprengkraft des Diabetes mellitus und seinen Folgeerkrankungen muss kritisch diskutiert werden, ob dazu nicht neu zu entwickelnde Institutionen (z.B. Netzwerkbildung, fl√§chendeckende Versorgungszentren) ben√∂tigt werden, die den Hausarzt und die Krankenh√§user bei der Betreuung von Personen mit Diabetes unterst√ľtzen. Durch diese Ma√ünahmen ist zu hoffen, das die notwendige integrierte Versorgung von Personen mit Diabetes fl√§chendeckend gew√§hrleistet wird.

 

Quelle:

Prof. Dr. Stephan Martin, Deutsche Diabetes-Klinik D√ľsseldorf

Prof. Dr. R√ľdiger Landgraf, Diabeteszentrum Medizinische Klinik M√ľnchen, Kurator DDS

 

Download:

Versorgungssituation Diabetes in Deutschland [PDF-Datei 162 kB]


Positionspapier zur Prävention des Typ-2-Diabetes mellitus

Der seit Jahren zu beobachtende Anstieg der Diabeteserkrankungen in Deutschland wird 2010 ein Ausma√ü von mindestens 10 Mio Betroffenen erreicht haben und wird ‚Äď nach heutigen Ma√üst√§ben errechnet ‚Äď mehr als 40 Mrd. Euro Kosten j√§hrlich verursachen. Vor diesem Hintergrund ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Um im pluralistisch strukturierten und von weit gef√§cherten Zust√§ndigkeiten gepr√§gten Gesundheitswesen Deutschlands nachhaltige Verbesserungen in der Pr√§vention, Fr√ľherkennung, Versorgung und Forschung zu erreichen, ist es erforderlich, Inititativen zu b√ľndeln und ein gemeinsames, koordiniertes und zielorientiertes Handeln aller Aktuere zu erreichen. Vor diesem Hintergrund hat das Nationale Aktionsforum Diabetes mellitus ein Positionspapier zum Typ-2-Diabetes erarbeitet.

 

Quelle:

Nationales Aktionsforum Diabetes mellitus

 

Download:

Positionspapier Pr√§vention [PDF-Datei 116 kB]


Bewegungs- und Ernährungsverhalten der Deutschen

Etwa zwei Drittel der Deutschen treiben fast keinen Sport. Das hat eine Emnid-Umfrage im Auftrag von Bayer Health Care zum Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Deutschen ergeben.

Der Umfrage zufolge treiben nur 36 Prozent der Befragten mindestens zwei Mal pro Woche f√ľr mindestens 30 Minuten Sport. Damit bleiben die meisten weit unter den als gesundheitsf√∂rderlich geltenden dreimal pro Woche 30 Minuten Bewegung.

Die Mehrheit der Deutschen bevorzugt passive T√§tigkeiten wie Fernsehen (74%), Entspannen (46%) oder Lesen (38%). Besonders unbeliebt sind sportliche Aktivit√§ten bei Menschen mit √úbergewicht. F√ľr sie beginnt h√§ufig ein Teufelskreis: Denn mit steigenden Kilos wird jede Art von Bewegung anstrengender.

Ein Blick auf den Speisezettel der Deutschen zeigt ein gemischtes Bild: Während Obst, Milch- und Vollkornprodukte die vorderen Ränge der täglich verzehrten Produkte einnehmen, verwenden immerhin noch rund 40 Prozent der Deutschen regelmäßig Fertiggerichte.

 

Weitere Themen der Studie:

 

  • Beliebtheit verschiedener Sportarten
  • Sportverhalten nach Alter, Geschlecht, Ausbildung, Wohnort und Gewicht
  • Sport und Krankheiten
  • Ern√§hrung von Sportlern
  • Ern√§hrungsverhalten von Berufst√§tigen
  • Sport und Ern√§hrung von Diabetikern
  • Freizeitgestaltung

 

Quelle:

EMNID im Auftrag von Bayer Health Care

 

Download:

Ernährungsverhalten der Deutschen [PDF-Datei 282 kB]


Diabetesepidemie und Dunkelziffer

Mit dem Begriff Diabetes mellitus werden verschiedene Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels zusammengefaßt, die durch erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet sind. Die beiden wichtigsten Formen sind der Typ-1-Diabetes, an dem 5 bis 10 Prozent der Menschen mit Diabetes in Deutschland leiden und der Typ-2-Diabetes, dem ca. 90 Prozent der Menschen mit Diabetes zuzuordnen sind. Daneben gibt es eine Vielzahl seltener Diabetesformen, die zahlenmäßig eher unbedeutend sind, aber häufig diagnostische und therapeutische Probleme bereiten.

...

 

Themen:

 

  • Diabetes: Deutlicher Anstieg in den letzten Jahrzehnten
  • Hohe Diabetesh√§ufigkeit im h√∂heren Lebensalter
  • Die Zahl insulinbehandelter Menschen mit Diabetes steigt
  • Diabetes in ambulanten und station√§ren Pflegeeinrichtungen
  • H√§ufigkeit des Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen
  • Dunkelziffer des Diabetes mellitus in Deutschland
  • Typ-2-Diabetes bei √ľbergewichtigen Kindern und Jugendlichen
  • Das Fazit

 

Quelle:

Prof. Dr. Hans Hauner

Else-Kr√∂ner-Fresenius-Zentrum f√ľr Ern√§hrungsmedizin

 

Download:

Diabetesepidemie und Dunkelziffer [PDF-Datei 60 kB]


KORA-Studie 2000

Ergebnisse der Bevölkerungsstudie in der Region Augsburg (KORA-Studie 2000) zur Häufigkeit des unentdeckten Diabetes mellitus

 

  • H√§ufigkeit des  u n e n t d e c k t e n  Diabetes mit 8,2% fast ebenso hoch wie die des bereits manifestierten, bekannten - somit in dieser Gruppe eine Diabetesquote von 16,6%

    (Deutschland, Stichprobe >1.300 Personen der Altersgruppe 55-74 Jahre)
  • Hinzu kommt eine gest√∂rte Glukosetoleranz in der Gruppe mit einer Quote von 16,4%
  • Personen mit unentdecktem Diabetes √§hnlich h√§ufig mit Bluthochdruck und Fettstoffwechselst√∂rungen wir bereits erkannte - somit √§hnlich hohes Risiko f√ľr Herzinfarkte und Schlaganfall
  • Nur etwa 60% der Probanden wiesen einen normalen Zuckerstoffwechsel auf

 

Quelle

Rathmann W, Haastert B, Icks A, Löwel H, Meisinger C, Holle R, Giani G. High

 

Download

KORA-Studie 2000 Augsburg (englisch)

KORA-Studie 2000 Zusammenfassung Rathmann

KORA-Studie 2000 Zusammenfassung Bottermann

KORA-Studie 2000 Zusammenfassung Scherbaum

 


Versorgung des Diabetes mellitus

Häufigkeit und medizinische Versorgung in Deutschland

Neue Studienergebnisse unter Mitwirkung des Kuratoriumsmitglieds der Deutschen Diabetes-Stiftung Prof. Dr. Hans Hauner

 

Häufigkeit und medizinische Versorgung des Diabetes mellitus in Deutschland

... von der 38. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft Ende Mai 2003 in Bremen (06.06.2003)

 

Im Zeitalter immer knapper werdender Finanzmittel und gestiegener Anspr√ľche an eine qualit√§tsgesicherte medizinische Versorgung wird es immer wichtiger, aktuelle Daten zur Verbreitung und medizinischen Versorgung bestimmter Krankheiten zur Verf√ľgung zu haben. Ziel muss dabei die effektive Verwendung der Mittel zum gr√∂√ütm√∂glichen Nutzen der Bev√∂lkerung sein.

 

Vor diesem Hintergrund hatten wir k√ľrzlich die M√∂glichkeit, anonymisierte Routinedaten einer repr√§sentativen Versichertenstichprobe der AOK Hessen (n=306.736) hinsichtlich der Verbreitung des Diabetes mellitus und der medizinischen Betreuung von Versicherten mit dieser Krankheit auszuwerten. Da f√ľr Abrechnungszwecke alle Einzelleistungen mit Datum und Anlass dokumentiert werden, lassen sich daraus patientenbezogene Behandlungsverl√§ufe erstellen. Die Identifizierung erfolgt dabei √ľber ICD-10 Diagnosen und regelm√§√üige Verordnungen von Insulin und oralen Antidiabetika (Tabletten zur Blutzuckersenkung).

 

Nach Standardisierung f√ľr die Bev√∂lkerung Deutschlands fand sich f√ľr das Jahr 2001 eine Gesamtpr√§valenz (H√§ufigkeit) bekannter Diabetiker von 6,91 %. Davon erhielten in absoluten Angaben 1,92 % Insulin, alleine oder in Kombination mit oralen Antidiabetika, 3,07 % waren alleine mit oralen Antidiabetika behandelt und 1,93 % waren di√§tetisch gef√ľhrt. Hochgerechnet auf die Bundesrepublik Deutschland entspricht dies einer Gesamtzahl von 5,75 Millionen Menschen mit bekannter Diabeteserkrankung. Im Vergleich zu einer Erhebung mit √§hnlicher Methodik im Jahr 1988 bedeutet dies einen Anstieg um 43 %. Besonders bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Pr√§valenz der Erkrankung bei Menschen im Alter √ľber 70 Jahren bei rund 25 % liegt. Rund 5 % aller Versicherten in diesem Alter werden mit Insulin behandelt.

 

Die Qualit√§t der medizinischen Betreuung dieser Patienten wurde anhand von Abrechnungen von HbA1c-Messungen, Mikroalbuminuriebestimmungen, Augenhintergrundsuntersuchungen und Verordnungen von Teststreifen zur Stoffwechselselbstkontrolle u.a. abgesch√§tzt. Dabei zeigte sich, dass im Jahr 2001 bei immerhin 71,5 % der insulinbehandelten Patienten, bei 65,9 % der Patienten unter oralen Antidiabetika und bei 41,1 % der di√§tetisch behandelten Patienten wenigstens eine HbA1c-Messung durchgef√ľhrt wurde. Im Gegensatz dazu fand sich bei jeweils weniger als 1 % der Patienten in den 3 Behandlungsgruppen eine Abrechnung f√ľr eine Untersuchung auf Albuminurie, dem wichtigsten Marker zur Fr√ľherkennung der diabetischen Nierensch√§digung.

 

Augenhintergrundsuntersuchungen wurden bei 47,1 %, 31,9 % bzw. 22,5 % der Patienten in den drei Behandlungsgruppen durchgef√ľhrt. Immerhin erhielten 78,2 % der insulinbehandelten Patienten Teststreifen zur Blutzuckerselbstmessung verordnet, im Mittel 587 ¬Ī 7 Streifen pro Patient und Jahr. Von den Patienten unter alleiniger Therapie mit oralen Antidiabetika erhielten lediglich 12,0 % im Lauf des Jahres solche Teststreifen.

 

Zusammengefasst zeigen diese Ergebnisse an einer gro√üen Stichprobe, dass rund 7 % aller Deutschen an einem bekannten Diabetes mellitus leiden. Die medizinische Versorgung hat sich - gemessen an diabetesspezifischen Indikatoren - im Verlauf der letzen 13 Jahre deutlich verbessert, allerdings werden die Untersuchungen zur Fr√ľherkennung von Sp√§tfolgen l√§ngst nicht in ausreichendem Umfang genutzt.

 

Diese Untersuchung erfolgte mit Unterst√ľtzung der AOK Hessen, der Kassen√§rztlichen Vereinigung Hessen und des Sozialministeriums des Landes Hessen.

 

Quelle

Prof. Dr. med. Hans Hauner, Klinik f√ľr Ern√§hrungsmedizin der TU M√ľnchen und Kuratoriums-Mitglied Deutsche Diabetes-Stiftung; Ingrid K√∂ster, Liselotte von Ferber, Forschungsgruppe Prim√§rmedizinische Versorgung der Universit√§t zu K√∂ln

 

Download

Versorgung des Diabetes mellitus

 


Ergebnisse der CODE-2-Studie

Kosten des Typ-2-Diabetes in Deutschland von 1998

Hintergrund und Fragestellung

Diabetes mellitus ist eine chronische und stetig zunehmende Volkskrankheit, die erhebliche Kosten f√ľr das Gesundheitssystem verursacht. Im Rahmen der CODE-2-Studie (Costs of Diabetes in Europe ‚Äď Type 2) wurden die Gesamtkosten f√ľr Typ-2-Diabetiker in Deutschland erstmals detailliert erfasst und analysiert.

 

Patienten und Methodik

Die CODE-2-Studie wurde in acht europ√§ischen L√§ndern durchgef√ľhrt. Im deutschen Arm der Studie wurden retrospektiv √ľber den Zeitraum eines Jahres medizinische, demographische und √∂konomische Daten aus Krankenakten von 809 Patienten durch pers√∂nliche Interviews mit 135 prim√§r versorgenden √Ąrzten erhoben. Die Ergebnisse wurden f√ľr die Gesamtpopulation der Patienten mit Typ-2-Diabetes in Deutschland hochgerechnet.

 

Ergebnisse

Die im Jahr 1998 durch Patienten mit einem Typ-2-Diabetes in Deutschland verursachten Kosten betrugen 31,4Mrd. DM. Den gr√∂√üten Anteil mit 61% trugen die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen (GKV und PKV). So gaben die GKV j√§hrlich 18,5 Milliarden DM f√ľr die Behandlung dieser Patienten aus. Von diesen Kosten entfielen 50% auf die station√§re Behandlung, 13% auf die ambulante Behandlung und 27% auf Medikamente, wobei Diabetes-Medikationen (Insulin, orale Antidiabetika) nur 7% ausmachten. Bei lediglich 26% aller Patienten lag der HbA1c-Wert mit <6,5% im Therapiezielbereich gem√§√ü den Empfehlungen der European Diabetes Policy Group. 50% der Patienten zeigten bereits schwerwiegende makro- und/oder mikrovaskul√§re Komplikationen. Die Kosten pro Patient stiegen mit dem Komplikationsstatus vom 1,3fachen (keine Komplikationen) auf das 4,1 fache (makro- und mikrovaskul√§re Komplikationen) der durchschnittlichen Ausgaben f√ľr in der GKV Versicherte an.

 

Folgerungen

Die Gesamtkosten von Patienten mit Typ-2-Diabetes liegen h√∂her als in bisherigen Sch√§tzungen angenommen. Verantwortlich f√ľr die hohen Kosten sind in erster Linie diabetesbedingte Komplikationen und Folgeerkrankungen. Die Blutzuckereinstellung ist bei der Mehrzahl der diabetischen Patienten unzureichend. Eine optimierte Behandlung des Typ-2-Diabetes ist im Sinne einer Prophylaxe von Langzeitfolgen nicht nur aus medizinischer, sondern auch aus gesundheits√∂konomischer Sicht dringend geboten.

 

Quelle

Deutsche Medizinische Wochenschrift 012-04722001; 126: 585¬Ė589

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

 

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CODE-2¬ģ-Studie

 


Zusammenfassung der ProDiAl-Studie

Der ältere Mensch mit Diabetes im Alten- oder Pflegeheim

Seit 1995 wird von der Deutschen Diabetes-Stiftung mit Unterst√ľtzung der Heinz Nixdorf-Stiftung ein umfangreiches Forschungsprojekt (ProDiAl) betreut, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die medizinische und soziale Situation von Diabetikern in Alten- und Pflegeheimen zu erforschen. So erscheinen in Wuppertal immer wieder √Ąrzte und Psychologen der Arbeitsgruppe ProDiAl in den Pflegeheimen, um herauszufinden, wie die Diabetiker versorgt sind. In einem der n√§chsten Hefte werden wir dar√ľber ausf√ľhrlicher berichten.

 

Bei den Untersuchungen konnte gezeigt werden, da√ü √ľber ein Viertel der Altenheimbewohner an einem Diabetes mellitus erkrankt sind. Weitgehend unabh√§ngig vom Alter werden 27 % der Diabetiker mit Insulin, 32 % mit Tabletten, alle √ľbrigen durch eine Di√§t behandelt.

 

Nur ein Drittel der Heime f√ľhren bei jeder Erstaufnahme eines Bewohners Blutzuckermessungen durch. Regelm√§√üige Blutzuckerkontrollen bei allen Bewohnern werden nur in jedem vierten Heim durchgef√ľhrt. Eine einheitliche Versorgungsstrategie, hinsichtlich Ern√§hrung, Stoffwechselkontrolle sowie der begleitenden √§rztlichen und pflegerischen Ma√ünahmen findet sich nicht. Die Verordnung einer strengen Diabetesdi√§t im klassischen Sinn wurde von allen befragten Heimen abgelehnt.

 

Quelle

Zusammenfassung aus einem vorläufigen Bericht der ProDiAl-Studie der Deutschen Diabetes-Stiftung, Autor Dr. Claus Hader

 

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ProDiAl-Studie

 

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